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Corona Virus 2020 - Mitarbeiterführung in der Krise

 

 

Es hat uns im Griff - aber so richtig!

 

Seit Anfang März kommt Nachricht über Nachricht über die Ausbreitung des Virus. Zu Beginn hielt ich es noch für zu übertrieben und dachte, dass einige Mitmenschen einfach mal wieder zu ängstlich sind oder es künstlich hochbauschen. Da habe ich mich wohl geirrt.

 

 


 


Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich meinen, das ist nur Science-Fiction a la Hollywood. Aber es ist anders – es ist Realität. Hätte mir dies jemand vor 4 Wochen prophezeit, den hätte ich für verrückt erklärt.

Inzwischen haben erste Bundesländer Konsequenzen ergriffen. Zwar noch keine Ausgangssperre, aber schon ein erheblicher Eingriff.

Auch wenn viele es in den sozialen Netzwerken mit Humor nehmen und neben dem Euro eine Währung in Toilettenpapier aufkommt - niemand sollte die Auswirkungen auf unsere Wirtschaft unterschätzen.

Aufgrund dieser massiven Situation musste ich als Trainerin, die normalerweise 1:1 mit Menschen arbeitet, auch umdenken und entsprechend handeln. Ich erweitere mein Angebot ab sofort im Online-Bereich. Webinare und Trainings sind ab sofort auch bei mir mit Online-Medien möglich.

 

In diesem Zusammenhang spreche ich natürlich mit meinen Kunden und Entscheidern in den Firmen.

Wie sieht es bei Ihnen aus - inwieweit sind Sie betroffen? In welchem Ausmaß sind Sie betroffen? Welche Hilfen können Sie vom Staat und/oder dem Land erhalten?

Ich stelle aber auch immer wieder die Frage, welches Krisenmanagement das jeweilige Unternehmen hat. Mich interessiert dabei, wie die Unternehmen mit der Situation insgesamt umgehen. Fragen nach den Einsatzmöglichkeiten der Mitarbeiter*innen, dem wichtigsten Unternehmenskapital! Aber selbstverständlich auch, wie mit Kunden umgegangen wird?

 

Hat das Unternehmen ein so genanntes Krisen-Manual, ein Handbuch mit Lösungen, wie vorzugehen ist? Das Hauptthema ist an dieser Stelle nämlich die klare, strukturierte Kommunikation.

Der Mitarbeiter, der im Home-Office sitzt und seine Arbeit erledigt, währenddessen das familiäre Umfeld beeinflusst, den interessiert die Wertschätzung seines Arbeitgebers. Ermöglicht der Chef ihm, seinen Kollegen über das Intranet oder gesonderte WhatsApp-Gruppen zu erzählen, wie es ihm ergeht? Wie er Lösungen erbringt, obwohl sein kleines Kind auf seinem Schoß gerade lieber den Animateur in ihm sieht. Mitarbeiter, denen dies ermöglicht wird, zeigen in der Zukunft garantiert eine größere Loyalität.

Vergessen Sie Ihre Kunden nicht – halten Sie engen Kontakt und binden Sie sie unbedingt mit in Ihre neuen und vielleicht sogar sehr innovativen Prozesse ein. Nur wer in diesen Tagen seine Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner aktiv einbindet, wird besser durch diese Krise kommen.

 

Hierzu fällt mir spontan das Zitat vom Dalei Lama ein:

„Wenn wir nicht zusammenarbeiten, werden wir für unsere Probleme keine Lösung finden.“

 

Wie treffend! Und tatsächlich verspüre ich in meinem Umfeld eine große Solidarität. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Jeder, der schon einmal Teilnehmer*in in meinen Seminaren war, weiß, wie hoch ich in nicht Krisenzeiten das Thema wertschätzende und gute
KOMMUNIKATION einstufe. Dann können Sie sich vorstellen, welchen Stellenwert Kommunikation in dieser Zeit bei mir hat. Ich kann es nicht oft genug sagen – Kommunikation ist jetzt wichtiger denn je.

Dabei gilt es, Regeln einzuhalten.

Kommunikation sollte regelmäßig erfolgen. Am besten zu festen Terminen. Abweichungen sollten nur in Ausnahmefällen stattfinden. Als Beispiel kann man die Nachrichten nennen. Sowohl „Heute“ als auch die „Tagesschau“ kommen immer zur selben Uhrzeit – daher sind diese Sendungen so beliebt.


Denken Sie bitte an alle Ihre Mitarbeiter*innen – auch an Kranke, Urlauber, Mitarbeiter*innen im Mutterschutz oder Erziehungsurlaub etc.! Alle wollen wissen, ob ihr Job sicher ist. Wie lange ist er noch sicher, gibt's doch Kurzarbeit, wann?

Als Geschäftsführung sollten Sie alles in Ihrer Macht Stehende tun, die Mitarbeiter*innen bestmöglich zu informieren. Aber Achtung, gerade in unsicheren Zeiten hören  Mitarbeiter*innen auf jedes Ihrer Worte -  auf die kleinste Nuance oder Andeutung. Bei "alles wird gut" werden genauso Botschaften mitgenommen, wie bei " hoffen wir mal".

Halten Sie sich innerhalb der Geschäftsführung an eine einheitliche Sprachregelung zum Thema der Krise. Alles andere wäre fatal.

 

Dabei können Sie die 5-Stufen-Regeln anwenden:

1. Was wurde entschieden?
2. Wie ist die Entscheidung zustande gekommen?
3. Wie begründet die Geschäftsführung das?
4. Welche Konsequenzen hat die Entscheidung?
5. Wie bewertet die Geschäftsführung die Konsequenzen?

Mit dieser klaren Information helfen Sie Ihren Mitarbeiter*innen und deren Familien deutlich besser, als mit wachsweichen Aussagen. Es galt schon immer - in der Krise sind Macher*innen gefragt!! Seien Sie auch eine*r.

Enden möchte ich mit einem Zitat unseres Altkanzlers Helmut Schmidt:

"In der Krise beweist sich der Charakter!"

Ich kann auch ohne persönliche Anwesenheit helfen und Ihnen online Unterstützung gewähren – mein Beitrag für Sie in der Corona-Krise.
Ich helfe gerne.

 

Passen Sie alle gut auf sich auf!

 

Herzliche Grüße

Ihre Marion Masholder